Willkommen

Vorrangig möchte ich hier meine Gewandung ein wenig zeigen. Vielleicht sogar die eine oder andere Beschreibung, wie ich sie gemacht habe oder woher die Idee oder Inspiration dazu stammt. Sicherlich werden sich hier auch andere Einträge und Bilder finden. Denn die Recherche für ein Kleid macht oft mehr Spaß als die wirkliche Umsetzung.
Wir werden sehen, denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt ... und das Leben geht sowieso wie es will und nicht wie man selbst es gerne hätte ;-)

Montag, 18. Juni 2012

Tapisserien im Musée de l‘Hôtel Dieu, Beaune


Heute Vormittag war ich in Beaune im Hôtel Dieu. Dieses Hospitz hatten wir ca. 1980 bei unserem Zwischenstopp in die Provence besichtigt. Und es ist als etwas Beeindruckendes in meinem Kopf hängen geblieben. Zum einen wegen des Daches, zum anderen wegen des Krankensaals. Obwohl ich damals erst vier oder fünf Jahre alt war, habe ich noch einiges davon in meiner Erinnerung. Auch das Gemälde von Roger van der Weyden vom Jüngsten Gericht ist im Kopf geblieben. Obwohl ich da schon nicht mehr weiß, ob das nicht von einem anderen, späteren Besuch ist. Aber Petrus und Johannes sehen immer noch so aus als würden sie über irgendwas diskutieren und gar nicht mitbekommen, das dort der Weltuntergang vor sich geht. 

Beaune - L'Hôtel Dieu
Nun ja … aber es soll um die Wandteppiche gehen, die in der Halle vor dem Gemälde mit dem Jüngsten Gericht hingen.
Ich konnte mein Glück gar nicht fassen, als ich die Damen auf den Teppichen sah. Sie trugen „Französischen Stil“, so wie Anne Boleyn ihn in England bekannt machte. Und die Herren waren auch ähnlich gekleidet, wie man es von den berühmten Gemälden von Henry VIII. kennt.
Die Kopfbedeckungen der Damen waren unterschiedlich, doch hatte ich bei der Dame, die mit einem Herren reitet, das Gefühl plötzlich eine Szene aus „The other Boleyn Girl“ zu sehen. Oder Ausstatter und Regisseur kannten diesen Teppich. Selbst der Hut mit dem Haarnetz passt ganz gut.
Die Teppiche gehören zu einer Serie von sechs Stück, die das Gleichnis vom verlorenen Sohn darstellen. Auf den Infotafeln steht ihre Entstehungszeit als frühes 16. Jahrhundert angegeben. Entstehungsort wird Brüssel bzw. Flandern angegeben. Ob sie immer schon zum Hôtel Dieu gehörten, konnte ich bisher nicht herausfinden. Das wird wohl Recherche für nach dem Urlaub sein, wenn ich auch mehr Detailaufnahmen online stelle. Ich will die Internetverbindung und meinen sehr langsamen Laptop nicht gänzlich überfordern.

Beaune - L'Hôtel Dieu

Beaune - L'Hôtel Dieu
Die Qualität der Bilder ist sicherlich nicht berauschend. Es ist noch nichts bearbeitet und es wurde in einem dämmrigen Raum ohne Blitz fotografiert.

Eigentlich müsste ich noch ein Post über die Glasfenster in der Kathedrale in Moulins schreiben, wo ich heute am Ende des Tages angekommen bin, aber das Netz ist mit drei Bildern schon leicht überfordert;-)


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